Cleaning Dunkers
Installation
Ausstellung / Exhibition «The Bourgeois Show – Social Structures in Urban Space», Dunkers Kulturhus, Helsingborg, 2003
Video
Buch, Kamera, Regie, Schnitt / Script, Camera, directing, editing: Moira Zoitl
Mit / with: Leonilla Bernales & Ewa
Engl., 14:20 min.
2003 © Moira Zoitl
dt/engl
‘Cleaning Dunkers’ is a video work about Leonilla Bernales, a philippine migrant worker, who came to Sweden in 1999. She is working for ENTEK, a cleaning company that is responsible to keep Dunkers Kulturhus clean and tidy.
The video is reflecting on the museums role as a representative place for the art interests of the bourgeois inhabitants of Helsingborg, as well as its role as a working place for people coming from different countries and social contexts. One can see Leonilla cleaning certain areas of the building, where no visitor ever stepped in and talking about her reasons to leave her mother country to live and work abroad. (MZ)
dt
Das Projekt „Cha(t)ter Gardens. Stories from and about Filipina workers“ fungiert auch als Plattform, auf der unterschiedliche Äußerungen und Recherchen zum Thema möglich sind. So hat Moira Zoitl für die Gruppenausstellung „The Bourgeois Show“ (Dunkers Kulturhus, Helsingborg, 2003) die aus den Philippinen kommende Reinigungskraft der Kunstinstitution für die Ausstellung porträtiert. Ein großes Fotoporträt, Arbeitsutensilien und das Video „cleaning dunkers“ stellen den Arbeitsalltag der Reinigungskraft dar und bringen diesen mit ihrer migrantischen Situation in Schweden in Verbindung. Da die zuvor erwähnte Publikation ebenso auflag, konnte man die Situation der Reinigungskraft vor Ort mit anderen Geschichten aus Hongkong und London vergleichen.
In der Ansammlung philippinischer Migrationsgeschichten werden Lebens- und Arbeitszusammenhänge dargestellt, die konkrete Probleme unserer globalisierten Welt ansprechen. Moira Zoitls Beitrag liegt in der Reflexion und der multiperspektivischen Repräsentation. Philippinische Migrantinnen werden darin nicht nur als Opfer dargestellt, sondern auch aktiv in ihrem jeweiligen Lebensumfeld gezeigt. Die große Chance dieser künstlerischen Arbeit liegt in der Schärfung des Bewusstseins für kulturelle Identitäten, und diese beginnt mit der Art und Weise der Repräsentation.
Text: Doris Berger
Exzerpt aus: »Erzählte Identitäten in den Raum gestellt«, in Kunst-Bulletin Nr. 6, Juni 04.